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Diessenhofer Jugendfeuerwehr an der Schweizermeisterschaft

 (sk) Am vergangenen, verlängerten Auffahrts-Wochenende fand in Interlaken die Schweizermeisterschaft der Jugendfeuerwehren statt. Auch die Jugendfeuerwehr der Region Diessenhofen hat mit einer Wettkampfgruppe teil genommen. Ausgetragen wurde diese Schweizermeisterschaft im Rahmen des Internationalen Feuerwehrtreffens „Code 3800“ auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes Interlaken. Begleitet wurden die Jugenfeuerwehrler von ihrem Leiter Remo Günter und dem Hilfsleiter Michael Demuth. Ebenfalls mitgereist sind einige Mitglieder der Oldtimergruppe der Feuerwehr Region Diessenhofen die mit dem TLF „Grosi“ die Oldtimermeile des Feuerwehrfestes bereicherten. Dabei hat sich gezeigt, dass die „alte Dame“ noch sehr wohl fit ist und den 400km lange Weg nach Interlaken und zurück ohne nennenswerte Probleme bewältigen kann.

Nun aber wieder zurück zum Wettkampf. Dieser bestand aus einem zu absolvierenden Parcours der aus den zwei Hauptthemen der Feuerwehr, Retten und Löschen, zusammengesetzt war. Am Anfang musste die aus sieben Jugendlichen bestehende Gruppe eine Leiter besteigen und eine Person (aus den eigenen Reihen) retten. Parallel dazu sind die in der Feuerwehr gebräuchlichen Knoten geprüft worden. Diesen ersten Teil erfüllte die Gruppe in einer guten Zeit, was auch den allgemeinen Erwartungen entsprach, die nach den zahlreichen Trainingseinheiten an die Gruppe gestellt wurden. Unglücklicher weise machten die Diessenhofer dann beim Abschnitt mit der Kübelspritze allerdings einen verhängnisvollen Fehler. Sie hatten bei der Kontrolle der Anlage vor dem Start vergessen, einen Stöpsel zu kontrollieren. So kostete es sie im Wettkampf zu viel Zeit den dafür vorgesehenen Behälter mittels Kübelspritze mit Wasser zu füllen, da dieses gleichschnell durch den Abfluss entschwand wie es oben eingespritzt werden konnte. Als die Jugendlichen das Missgeschick bemerkten und den Stöpsel einlegten war bereits zu viel Zeit vergangen um noch von einer Finalteilnahme zu träumen. Die Diessenhofer liessen sich davon aber nicht beirren und führten den letzten Teil des Parcours noch motiviert zu Ende Hier musste ein Wasserschlauch erstellt und ein Löschangriff auf einige Ziele ausgeführt werden. Gewonnen wurde der Wettkampf schliesslich von der Jugendfeuerwehr Bödeli (Interlaken).

 

Wurde nun Ihr Interesse für diesen sehr interessanten Wettkampf geweckt haben Sie am 08.06.2013 ab 10.30h nochmals die Gelegenheit diesen Parcours live zu sehen. Er ist nämlich Teil des 3. Thurgauer Kantonalen Jugendfeuerwehr Plausch-Wettkampfs der in Diessenhofen auf dem Letten Areal ausgetragen wird. Nutzen Sie also die Gelegenheit und Besuchen Sie den Anlass, der von einem umfangreichen Rahmenprogramm wie zum Beispiel einer Fahrzeugausstellung begleitet wird. Auch das TLF „Grosi“ wird zu sehen sein.

 

Zum Schluss noch eine Episode am Rande die zum Nachdenken anregen soll. Wie bereits erwähnt, werden am Jungendfeuerwehr Wettkampf, Wasserleitungen gebaut und es wird natürlich auch entsprechend gespritzt. Nun sind die Jugendlichen (meist etwa 12-18 Jahre alt) im Umgang mit dem Material nicht immer gleich versiert. Es kann also hin und wieder zu kleineren Duschen der Zuschauer kommen, wenn das Rohr in eine falsche Richtung gehalten, oder das Teilstück entlüftet wird. Aber man ist ja bei der Feuerwehr und mit solchen Sachen muss gerechnet werden, sie tragen sogar eher zur Belustigung des Anlasses bei. Leider ist nun auch den Diessenhofern beim Wettkampf in Interlaken ein solcher Lapsus passiert. Dabei hat sich eine Besucherin aus Bern allerdings so fest über die kleine Dusche aufgeregt, dass sie beim Veranstalter vehement eine schriftliche Entschuldigung von der Jungenfeuerwehr Region Diessenhofen gefordert hat. Der Leiter der Jugendfeuerwehr Region Diessenhofen wird diesem Wunsch selbstverständlich nachkommen. Denn oberstes Ziel der Feuerwehr ist schliesslich, der Bevölkerung in schwierigen Situationen zu helfen. Und sollte dieses Ziel mit einem persönlichen Brief zu erreichen sein, wird das selbstverständlich gerne gemacht.

 

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